Informationen rund um Packstellen

Wenn du Deine Eier nach Gewichtsklassen sortierst oder abpackst, ist eine Registrierung Deines Betriebes als Packstelle erforderlich. Zudem musst Du deine Eier in einer Packstelle nach Güte- und Gewichtsklassen sortieren und verpacken, wenn Du diese an Wiederverkäufer, z.B. Lebensmitteleinzelhandel, Bäcker, Metzger oder an den eigenen rechtlich selbstständigen Hofladen abgibst. In Packstellen gibt es einige allgemeine Bedingungen zu erfüllen. Die Räumlichkeiten müssen eine gewisse Größe bezogen auf die Betriebsgröße aufweisen, in einem guten baulichen Zustand sein und vieles mehr.

In diesem Blogbeitrag verdeutlichen wir Dir alle wichtigen Informationen rund um Packstellen auf Eier-Erzeugerbetrieben. Hier gibt es einige interessante und wichtige Fakten die Dir bei der Sortierung und beim Verpacken Deiner Eier helfen können.

Wo kann ich mich als Betrieb registrieren lassen?

Die Registrierung erfolgt über das zuständige Regierungspräsidium. Erzeuger/innen können auch die Packstellenzulassung eines anderen Betriebes nutzen, um die Eigenerzeugung dort nach Güte- und Gewichtsklassen sortieren, kennzeichnen und verpacken zu lassen. In NRW können sich die Erzeuger/innen bei dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz registrieren und der Antrag kann im Internet auf der Homepage des LANUV heruntergeladen werden.

Sobald Eier nach Güte- und/oder Gewichtsklassen sortiert oder verpackt werden, wird eine Beantragung für die Zulassung als Eierpackstelle notwendig. Bei Abgabe an …
  • … den Lebensmitteleinzelhandel
  • … Gaststätten, Metzgereien, Bäckereien, Hotels u.a.
  • … soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime, Tagesstätten u.ä.
  • … einen rechtlich eigenständigen Hofladen

… ist dieses zwingend erforderlich, da diese Einrichtungen keine Endverbraucher sind und daher ausschließlich mit sortierten Eiern, die mit dem Erzeugercode gestempelt sind, beliefert werden. Zudem wird ebenfalls eine Zulassung als Packstelle erforderlich, sobald die Eier in anderen Kartons umgepackt werden.

Auch der Antrag zur Anmeldung einer Packstelle kann im Internet auf der Homepage des LANUV heruntergeladen werden.

Über welche technischen Anlagen muss eine Packstelle verfügen?

Eine Packstelle muss über einige technische Anlagen, die für die ordnungsgemäße Behandlung der Eier erforderlich sind, verfügen.

Außerdem müssen die Räumlichkeiten Deiner Packstelle und die technischen Einrichtungen sauber und frei von Fremdgerüchen, sowie in einem guten Zustand sein. Hier empfiehlt es sich ein Blick in die EU-Verordnungen (EG) Nr. 852/2004 und 853/2004 über Lebensmittelhygiene und die Leitlinie für eine gute Hygienepraxis für Eierpack- und Eiersammelstellen zu werfen.

Du findest mehr Informationen über die Hygiene in Packstellen in unserem zukünftigen Blogbeitrag über die „Hygiene in der Legehennenhaltung“.

Welche Kenntnisse helfen mir bei der Arbeit in der Packstelle weiter?

Nicht nur eine Packstelle sollte über gewisse Dinge verfügen, sondern auch Du als Erzeuger solltest über bestimmte Kenntnisse verfügen. Einige arbeitsplatzbezogene und fachspezifische Kenntnisse können Dir in einigen Situationen weiterhelfen.

Über folgende Themen solltest Du dir im Vorfeld Gedanken machen.

  • Handhabung der Eiersortiermaschine
  • Maßnahmen vor Inbetriebnahme der Eiersortiermaschine
  • Raum- und Anlagenhygiene (z.B. Reinigung der Eiersortiermaschine, Reinigung der Räume)
  • Wartungsintervalle
  • Maßnahmen zur Behebung von Störungen der Eiersortiermaschine
  • Umgang mit Abfällen
  • Wareneingangskontrolle
  • Schädlinge und deren Auswirkungen und Maßnahmen beim Auftreten
  • Aufbau von Eiern und der Umgang
  • Qualitätsmerkmale von Eiern
  • Beurteilung der Güteklassen A/B/Kat. 3 (z.B. Bruch-/Windeier)
  • Kennzeichnung von Eiern und Eierverpackungen

Einige Informationen kannst Du bei uns in den vergangenen, aber auch in zukünftigen Blogbeiträgen finden.

Welche Prozessschritte durchlaufen Eier in der Packstelle?

Eier durchlaufen verschiedene Prozesse in einer Packstelle am Hof.

Es beginnt mit dem Legen von frischen Eiern. Anschließend werden diese zur Packstelle bzw. zur Packmaschine befördert. Hier durchlaufen die Eier bereits einer Qualitätsprüfung und werden nach den Güteklassen „A“ und „B“ sortiert. Anschließend werden die Eier mit dem Erzeugercode versehen und nach Gewichten sortiert. Daraufhin werden sie eingepackt und palettiert. Die A- und B-Waren werden nun nach den EU-Vermarktungsnormen gekennzeichnet und eingelagert. Zum Schluss werden sie noch transportfertig gemacht und zum Kunden geliefert bzw. dem Kunden zum Verkauf angeboten.

Unser Fazit

Es gibt viele Richtlinien und Informationen rund um Packstellen. Was Du jedoch unbedingt mitnehmen solltest ist, dass wenn du Deine Eier nach Gewichtsklassen sortierst oder abpackst, eine Registrierung Deines Betriebes als Packstelle erforderlich wird. Außerdem musst Du deine Eier, wenn Du diese an Wiederverkäufer, z.B. an den Lebensmitteleinzelhandel, an Bäckereien oder an den Metzger abgibst, nach Güte- und Gewichtsklassen in einer Packstelle sortieren und verpacken. Du solltest dich darüber hinaus mit dem zuständigen Regierungspräsidium auseinandersetzen. Es kann vorkommen, dass die verschiedenen Landesämter unterschiedliche Bedingungen an den Packstellen haben. Informationen über die Hygiene in Packstellen findest du in dem zukünftigen Blogbeitrag „Hygiene in der Legehennenhaltung“.

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