Was sind die Vorteile von einem Mobilstall?

Wenngleich der Mobilstall in den warmen Sommermonaten durch eine Vielzahl an Vorteilen zu überzeugen weiß, ist im Winter vorausschauende Planung und gute Vorbereitung nötig, um weiterhin Freude an der mobilen Hühnerhaltung zu haben.

Insbesondere anhaltende Nässe kann für Probleme im Stall und um den Stall herum sorgen. Nicht nur in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, sondern auch um das nötige Maß an Hygiene zu wahren, sollte man das richtige Wintermanagement im mobilen Hühnerstall nicht unterschätzen.

In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Informationen zum Mobilstall-Management im Winter für Dich zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

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Welche Risiken entstehen in den Wintermonaten?

Die größten Risiken, denen sich Mobilstall-Besitzer in den Wintermonaten stellen müssen, gehen mit der teilweise wochenlang anhaltenden Feuchtigkeit einher, welche ständige Regen- und Schneeschauer mit sich bringen. Feuchte und matschige Böden erschweren nicht nur den Zugang zum Stall, sondern sie bergen auch nicht zu unterschätzende Infektionsrisiken für den vorhandenen Bestand. Feuchtigkeit und Matsch, der durch die ein- und ausgehenden Hühner in den Stall gelangt, trägt darüber hinaus zur Plattenbildung bei, welche die Reinigung des Stalls erschwert, das Wohlbefinden der Tiere mindert und zudem ein hygienisches Problem darstellt.

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ist darüber hinaus das Risiko einer Stallpflicht, welches auch in der kalten Jahreszeit nicht unterschätzt werden darf. Während die nötigen Schritte in einem solchen Fall in den Sommermonaten in der Regel schnell und einfach eingeleitet werden können – unabhängig vom aktuellen Klima – bedarf eine drohende Stallpflicht im Winter ausgiebiger Vorbereitung und vorausschauender Planung.


3 Tipps zur optimalen Wintervorbereitung

Damit Du auch in den Wintermonaten die Vorzüge Deines Mobilstalles genießen kannst, solltest Du einige Vorkehrungen treffen. Grundsätzlich lässt sich der mobile Hühnerstall in drei einfachen Schritten wintertauglich machen – selbstverständlich entscheiden darüber hinaus auch die individuellen Gegebenheiten vor Ort darüber, welche Schritte zusätzlich nötig sein können und auf welche man unter Umständen verzichten kann.

Im Folgenden haben wir für Dich 3 einfache Tipps zur optimalen Wintervorbereitung Deines mobilen Hühnerstalls zusammengestellt.


Tipp 1: Der richtige Standort

Mit Anbruch des Herbstes sollte man sich Gedanken darüber machen, wo das Hühnermobil überwintern soll. Möchte man sich optimal auf die Wintermonate vorbereiten, sollte man sicherstellen, dass der Stall nicht in der Nähe von Gewässern oder in einer Senke steht. Übertretende Uferstände infolge von anhaltenden Niederschlägen können andernfalls für Probleme bei der Hühnerhaltung sorgen.

Entscheidend für die richtige Lage des Hühnermobils sind auch die Fahrtwege zum Stall. Im Idealfall sind in der Nähe des neuen Standorts befestigte Wege zu finden, über die man nicht nur den Stall selbst problemlos transportieren kann, sondern über die man auch mit landwirtschaftlichen Gefährten zum Stall gelangt – auch bei schlechtem Wetter.

Checkliste zur Standortwahl

  • Winterstandort auswählen
  • Befestigte Zufahrtswege
  • Checkliste zur Bodenvorbereitung
  • Feuchte Böden mit Hackschnitzelmatte präparieren
  • Mindestdicke von 20cm
  • Auch auf Zugangswegen auslegen

Tipp 2: Den Boden vorbereiten

Für alle Stellen, die sich potenziell bei anhaltender Nässe zu Schlammsuhlen verwandeln können, empfiehlt sich das Auslegen von Hackschnitzelmatten. Diese wirken der Feuchtigkeit optimal entgegen und behindern die Hühner dennoch nicht bei ihrem Bedürfnis, zu scharren und zu picken. Doch Vorsicht: Die Hackschnitzel müssen ausreichend dick ausgelegt werden – mindestens 20 Zentimeter sind nötig, damit der Plan auch tatsächlich aufgeht. Auch das Auslegen von Hackschnitzelmatten oder Gittern auf dem Weg zum Stall macht Sinn, um bei den täglichen Routineaufgaben trockene Füße zu behalten und die Rutschgefahr einzudämmen.

Die Nachsaat beanspruchter Flächen ist nur bis etwa Mitte Oktober wirklich sinnvoll. Danach kommt das Saatgut in der Regel nur Tauben und anderen Wildvögeln zugute, die sich damit die Bäuche vollschlagen.

Checkliste zur Bodenvorbereitung

  • Feuchte Böden mit Hackschnitzelmatte präparieren
  • Mindestdicke von 20cm
  • Auch auf Zugangswegen auslegen

Tipp 3: Auf eine mögliche Stallpflicht vorbereiten

Auch in den Wintermonaten ist der Ausbruch einer ansteckenden Geflügelkrankheit denkbar – und hiervon werden Landwirte in der Regel kalt erwischt. Damit man in einem solchen Fall cool bleiben und möglichst schnell reagieren kann, sollte man beim Wintermanagement eines Hühnermobils auch dieses Szenario nicht unbeachtet lassen.

Landwirte müssen dabei beachten, dass Ställe ohne Bodenplatte bereits an ihrem Winterstandort angekommen sein müssen, sobald die Stallpflicht verordnet wird. Der Versatz des Stalls ist in diesem Fall nicht mehr möglich, da das Risiko besteht, dass der Stall über Flächen bewegt wird, die bereits mit Wildvogelkot kontaminiert sind.

Darüber hinaus entstehen durch die tägliche Beanspruchung der stallnahen Bereiche Kahlstellen während der Vegetationsruhe, die bei Regenfall und daraus entstehender Pfützenbildung auch aus hygienischer Sicht als problematisch zu betrachten sind. Eine Hackschnitzelmatte bietet in diesem Fall nicht nur hygienische Vorteile, sondern sie vermeidet auch das Eindringen von Feuchtigkeit in den Stall, wodurch die verfestigte Einstreu zur „Plattenbildung“ führen kann.

Checkliste zur Stallpflicht

  • Frühzeitig auf Stallpflicht vorbereiten
  • Stallpflicht bei Standortwahl beachten

Plattenbildung im Mobilstall vermeiden

Ein mobiler Hühnerstall birgt, ebenso wie auch der Feststall, ein Problem: Durch den Eintrag von Feuchtigkeit von außen verklumpt die Streu, was zu festsitzenden Streuplatten führt.

Im Idealfall lässt sich dieses Problem durch regelmäßigen Einstreuwechsel lösen – dies ist jedoch nahezu ausschließlich in Festställen möglich, da der Landwirt hierbei die Möglichkeit hat, den Hoftruck zum Entmisten in den Stall zu befördern. Ein Mobilstall muss hingegen von Hand mit der Schaufel gemistet werden, was neben einiger Zeit auch viel Mühe kostet. Aus diesem Grund streuen die meisten Mobilstallbetreiber nur nach.

Für diese Fälle haben sich Strohpellets als Einstreu als empfehlenswert erwiesen, da sie durch ein hohes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen überzeugen und dabei im Gegensatz zu Langstroh nicht zu hartnäckigen und mit reiner Körperkraft kaum zu entfernenden Strohmatten verkleben.


Unser Fazit

Der richtige Winterstandort muss gut durchdacht sein und das Hühnermobil sollte gut auf das Überwintern vorbereitet werden.

Hierzu gehört in erster Linie die Auswahl des richtigen Standorts sowie das feuchtigkeitsresistente Vorbereiten der stallnahen Bereiche, mithilfe einer dicken Hackschnitzelmatte. Auch die Möglichkeit einer Stallpflicht und der Ausbruch ansteckender Krankheiten dürfen bei der Planung nicht unbeachtet bleiben.

Machst Du dir frühzeitig über alle nötigen Widrigkeiten Gedanken und bereitest Dich ausreichend auf die Wintermonate vor, kann der nächste Winter mit dem mobilen Hühnerstall kommen.


Wenn Du mehr über das Wintermanagement erfahren möchtest oder Dich andere Themen aus der Mobilstallhaltung interessieren, kannst Du auf unserem Blog weitere interessante Artikel kostenfrei lesen. Wir kennen uns mit der Problematik aus und geben in regelmäßigen Abständen einen Einblick in die Praxis am Hof. Wir freuen uns auf Deine Kommentare – Austausch mit Gleichgesinnten ist wichtig und hilfreich.

Wenn Du hingegen mehr über unseren Mobilstall erfahren möchtest, kannst Du jetzt einen Blick auf unserer Internetseite.

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