5 Tipps gegen Habicht, Fuchs und Co.

Der Mobilstall, auch unter dem Namen Hühnermobil bekannt, steht seit geraumer Zeit im Fokus der Öffentlichkeit. Ein mobiler Hühnerstall bringt eine möglichst artgerechte Haltung von Hühnern mit dem Wunsch der Verbraucher nach regionalen Produkten in Einklang. Doch Landwirte stehen vor einem ernstzunehmendem Problem: Hühnerdiebe! Aus diesem Grund beschäftigen wir uns heute mit der Frage:

Was hilft gegen das Eindringen von Greifvogel, Fuchs und Co. wirklich?

Ein mobiler Hühnerstall – echt jetzt?

Bahn frei für das Hühnermobil: Die Mobilstallhaltung hat sich in den vergangenen Jahren für viele Landwirte zu einer echten Herzensangelegenheit entwickelt. Für Sie ist der mobile Stall ein echtes Erfolgsmodell. Das liegt an den nachfolgenden Vorteilen: Vollmobile Stallsysteme für Hühner ermöglichen die artgerechte und zugleich umweltschonende Freilandhaltung. Dank dem gestiegenen Interesse der Verbraucher nach regionalen Produkten hat sich die Mobilstallhaltung zu einem rentablen Geschäftsmodell im Bereich der Direktvermarktung entwickelt. Kunden kaufen Hühnereier direkt am Stall! Sie sehen wie die Legehennen leben. Landwirten erspart das intelligente Konzept Zeit und Geld, denn sie brauchen sich nicht mehr um Hofladen-Öffnungszeiten, Markttage oder neue Absatzwege kümmern. Doch die vollmobile Freilandhaltung hat auch ihre Schattenseiten, die sich nur schwer von außen beeinflussen lässt. Von welcher Gefahr die Rede ist, erfährst Du im nächsten Abschnitt.

Tierische Hühnerdiebe – eine Gefahrenanalyse

Die Begeisterung für Hühnermobile ist groß. Verständlich, schaut man nur auf die Vorteile. Doch in letzter Zeit gibt es für Landwirte eine ungeahnte Herausforderung, die in der Öffentlichkeit noch kaum ein Thema war, doch für den Landwirt ernsthafte Folgen mit sich bringt. Die Rede ist von Hühnerdieben!

Hierbei ist allerdings nicht nur vom altbekannten Fuchs die Rede. Nein, eine neue Gefahr geht vom Jäger der Lüfte aus – dem Habicht. Besonders rund um Berlin und Potsdam treibt der Greifvogel sein Unwesen und so manch einen Landwirt in den Wahnsinn. In der Spreemetropole leben laut Angaben von Experten 100 Brutpaare. Schenkt man den Zahlen seinen Glauben, dann ist das die größte Ansiedlung der Vögel weltweit. Auf der Suche nach Nahrung machen die Tiere, seit Neustem, kein Halt mehr vor Hühnern. Das Gehege des vollmobilen Hühnerstalls ist für die schlauen Tiere kein Hindernis mehr. So sind in den vergangenen zwei Jahren unzählige Hühner Opfer von Greifvögeln geworden. Zum Ärger der Landwirte, die ihre Herden teuer aufstocken müssen, um sich vor Umsatzeinbußen zu Schützen. Eigentlich dachte man bisher, dass Habichtvögel lediglich nur Tauben als Beuteziel wählen. Von Vorkommnissen mit Hühnern war selten bis nie die Rede. Dass die Geflügel-Habicht-Problematik jedoch keinesfalls zu vernachlässigen ist, belegen die Erfahrungsberichte von Landwirten:

Hat sich ein Habicht auf eine Herde von Hennen erst einmal „eingeflogen“, ist mit täglich steigenden Verlusten zu rechnen. Die schlauen Tiere greifen also nicht nur einmal an, sondern immer wieder.

Wird der Greifvogel beim Erbeuten gestört, dreht er ab, kommt wieder, greift erneut an und gelangt so an sein Ziel. Besonders dreiste Greifvögel sitzen bereits am Morgen auf den Dächern der mobilen Ställe, um beim Öffnen der Auslaufklappen schnell Beute zu machen. Eine wahre Stresssituation für die Hühner im Stall – sie brechen in Panik aus! Viele Tiere werden erdrückt und ersticken dabei qualvoll. Dabei entsteht nicht nur ein Schaden am Tier, sondern auch am teuren Stallsystem.

Doch wie kannst Du Dich vor den Angreifern aus der Luft sinnvoll schützen? Im kommenden Abschnitt haben wir für Dich fünf Möglichkeiten zur Abwehr von Greifvögeln zusammengestellt.

5 hilfreiche Tipps gegen dreiste Hühnerdieb

1. Gänse: Verteidigen ihr Gehege außerordentlich gut! Jedoch musst Du wissen, dass beim Einsatz von Gänsen die Gefahr besteht, dass die Tiere Salmonellen auf Deine Hennen übertragen können. Außerdem kann sich die Lautstärke der Gänse zu einem echten Standortproblem entwickeln.

2. Perlhühner: Perlhühner verteidigen ihr Gehege bei einem Angriff aus der Luft durch lautes Gegacker und Geschrei. Dadurch versuchen sie Greifvögel abzuschrecken und fern zu halten.

3. Herdenschutzhunde: Beschützen ihre Herde außerordentlich gut. Sie kommen häufig in Schafherden zum Einsatz. Selbst Wölfe schlagen Sie in die Flucht. Bedenke, dass für Herdenschutzhunde allerdings Kosten für Futter, Pflege, Versicherung und Unterkunft anfallen und Vorsicht geboten werden muss. (Konflikte mit anderen Tieren und Spaziergängern)

4. Habichtnetze: Ein spezielles Habichtnetz, das mit dem Stall gemeinsam umzieht, bietet 100%igen Schutz vor Greifvögeln. Es ist jedoch teuer in der Anschaffung, im Handling arbeitsintensiv und muss regelmäßig auf Löcher geprüft werden.

5. Ziegen: Ziegen integrieren sich gut in eine Herde von Hühnern. Sie sind sehr genügsam. Aufgrund ihres aktiven Lebensstils bewegen sie sich viel. Das schreckt Greifvögel ab und hält sie erfolgreich vom Gehege fern.

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Unser Fazit

Greifvögel, Füchse und Co. sind ein ernstzunehmendes Problem in mobilen Hühnerställen. Die derzeit effektivste Lösung sind Ziegen. Wie sich vor Ort zeigt, schrecken die schnellen Bewegungen der Ziegen den Greifvogel ab. Er greift nicht an!

Weil Ziegen Herdentiere sind, sollte man mindestens drei von ihnen im Stall halten. Die Kosten sind gering und der anschließende Aufwand ebenfalls: Ziegen beweiden die Wiese gemeinsam mit Deinen Hennen. Sie benötigen lediglich eine eigene Wassertränke und frisches Heu. Bei Schlecht-Wetter kannst Du Ziegen in einem Pferdeanhänger unterbringen. Wie erste Ergebnisse zeigen, wird die Todesangst der Hühner durch den Einsatz von Ziegen auf ein Minimum reduziert – genauso wie die Angriffe der Greifvögel.

Das belegen auch neuste Umfrageergebnisse: Über 50% der teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe gaben an, mit verschiedenen Abwehrmaßnahmen den Habichtangriffen entgegen zu wirken. 32% davon nutzen Ziegen zur Abwehr von Hühnerdieben. Sie geben übereinstimmend an, dass bei Ihnen nur der Einsatz von Ziegen einen dauerhaften Schutz gebracht hat. Bei einem Experiment wurden Ziegen aus dem Stall entfernt. Keine 24 Stunden später gab es bereits wieder einen ersten Habichtangriff und tote Hühner im Stall. Aber auch die anderen vier Methoden sind hilfreich. Hier entscheidet Dein Fachwissen.

50% der Betriebe treffen Maßnahmen gegen Habicht & Co.50%
50%
32% nutzen Ziegen zur Abwehr von Hühnerdieben32%
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farmermobil<sup><noscript><img  loading=Blog weitere interessante Artikel kostenfrei lesen. Wir kennen uns mit der Problematik aus und geben in regelmäßigen Abständen einen Einblick in die Praxis am Hof. Wir freuen uns auf Deine Kommentare – Austausch mit Gleichgesinnten ist wichtig und hilfreich. Vorbeischauen lohnt sich also! Wir freuen uns auf Dich! Wenn Du hingegen mehr über unseren Mobilstall erfahren möchtest, kannst Du jetzt einen Blick auf unsere Internetseite https://farmermobil.com/de werfen. Viel Spaß!

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